Da jedes Kind anders ist, ergibt sich mit jeder Maßnahme eine völlig neue Herausforderung. Die Entwicklung der Kinder beobachten und miterleben zu können, belohnt mich immer wieder neu.

Ihre Arbeit prägt Lebenswege

Kinder aus schwierigen Situationen in der eigenen Familie wertschätzend zu begleiten, ist immer wieder eine Herausforderung. Das Arbeitsumfeld der KOMPASS-Erziehungsstelle umfasst:

  • Altersgerechte Pflege und pädagogische Betreuung von ein bis zwei Kindern in der eigenen Familie,
  • Vermittlung gesellschaftlicher Werte,
  • Aufbau neuer, sicherer und verlässlicher Beziehungen,
  • Reflexion der eigenen Rolle im Spannungsfeld von professioneller Distanz und emotionaler Nähe,
  • vertrauensvolle Zusammenarbeit mit dem KOMPASS-Fachdienst des SkF, ebenso wie mit Kindergarten und Schule sowie Ärzten und Therapeuten,
  • Kooperation mit Eltern und Jugendamt.

Besonderes Engagement für eine besondere Aufgabe
Die Aufgabe der KOMPASS-Erziehungsstelle bedarf großer Offenheit, viel Gelassenheit und die Bereitschaft, den geschützten privaten Raum für die Kinder zu öffnen. Das Kind wird hier im Mittelpunkt des gesamten sozialen Geflechts gesehen. Mögliche Spannungen innerhalb dieses Systems, müssen mitgetragen und ausgehalten werden. Dazu bedarf es eines besonderen Engagements, Flexibilität, Entscheidungsfreude und einer zeitnahen Absprache mit unserem KOMPASS-Fachdienst.

Räumliche und familiäre Voraussetzungen
Elementare Grundlage für die KOMPASS-Erziehungsstelle ist neben adäquaten räumlichen Bedingungen, eine stabile, familiäre Situation und die positive Einstellung Ihrer Familie. Anders als bei einem 8-Stunden-Job sind Sie hier kontinuierlich gefordert und bedürfen oft auch der Unterstützung durch Ihren Lebenspartner und durch Ihr soziales Umfeld.

Rund um die Uhr da sein und dann wieder Abschied nehmen können
Die Kinder in der KOMPASS-Erziehungsstelle können ein sehr hohes Maß an Zeit und Aufmerksamkeit benötigen. Insofern ist es wichtig, sich Zeit zu nehmen und für das Kind da zu sein. Auf der anderen Seite wissen wir nie genau, wie lange ein Kind in der Fachpflegefamilie bleibt. Wir prüfen stets die Möglichkeit, dass es wieder zurück in seine Ursprungsfamilie kommen kann. Dann heißt es, auch wieder Abschied nehmen und das Kind ziehen lassen können.

Kinderfreie Zeit
Wichtig für unsere Fachpflegefamilien ist es, einige Wochen im Jahr eine kinderfreie Zeit mit der eigenen Familie verbringen zu dürfen. Im Rahmen eines bezahlten Urlaubs ist dies nicht nur möglich, sondern ausdrücklich gewünscht.

Ein gutes Gefühl
Bei allen Herausforderungen, die eine KOMPASS-Erziehungsstelle mit sich bringt, erleben unsere KOMPASS-Mitarbeiter*innen die intensive Beziehungs- und Bindungsarbeit als sehr befriedigend. Ein Kind zu begleiten, ihm Geborgenheit zu schenken und Werte zu vermitteln und dabei seine positive Entwicklung zu erleben, verschafft immer wieder ein gutes Gefühl, das viele nicht mehr missen möchten.